Ihr Besuch

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Einführung

Wir sind dabei « le Grande Grotte » , die Große Höhle zu betreten, deren prähistorischen Wandmalereien bis zu 28000 Jahre alt sind.
Dies sind die zweitältesten Malereien Frankreichs, nach denen in der Höhle von Chauvet in der Ardéche.
Es sind jedoch die ältesten noch zu besichtigenden Malereien Frankreichs.

In Arcy sur Cure gibt es mehr als dreissig Höhlen.
Elf davon sind prähistorisch, die grosse Höhle ist die einzige davon die für Besucher offen ist.
Die anderen sind zu deren Schutz, oder zum Schutz der in ihnen wohnenden Fledermäusen nicht öffentlich zugänglich.

All diese Höhlen entstanden auf Grund von Erdbeben.
Die dadurch entstandenen Spalten, führten dazu das der Fluss Cure ins Erdreich eindringen konnte und die Höhlen ausschwemmte.
Wir werden nun die Grosse Höhle betreten und uns ca. 1 Stunde in ihr aufhalten. Die Länge des Weges beträgt in etwa 450 m hinein und wieder 450 m zurück hinaus.

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Die Regeln

Während Ihres Besuches werden sie eine der wenigen Höhlen Europas entdecken, in denen es Malereien aus der Altsteinzeit gibt.
Aus diesem Grund ist es als historisches Monument klassifiziert.
Um die Höhle zu schützen und zu erhalten ist der öffentliche Zugang deswegen nur unter gewissen Regeln möglich.
Nach diesen Regeln ist es verboten

die Wände zu berühren
Fotos oder Videoaufnahmen zu machen
zu Rauchen oder zu Dampfen
Lebensmittel mitzubringen
Müll weg zu werfen
Graffiti in der Höhle zu hinterlassen
Tiere mit zu nehmen

Aus Sicherheitsgründen müssen Sie während der gesamten Führung bei der Gruppe mit Ihrem Führer bleiben.

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Der Saal der grossen Wüste

Es gibt mehr als 30 Höhlen in Arcy, 11 davon sind prähistorisch und in 2 von ihnen finden sich auch prähistorische Höhlenmalereien.
Unsere Führung findet in der Grossen Höhle statt, welche die einzige öffentlich zugängliche ist.

In sehr frühen Zeiten führten Erderschütterungen zu grossen Rissen im Erdreich.
Dank dieser Risse, konnte ein Teil der Cure, der Fluss den Sie draußen neben dem Parkplatz sehen konnten, in das Erdreich eindringen.
Das eindringende Wasser schuf durch Ausschwemmung, in einem Zeitraum von tausenden von Jahren, diese Höhlen.

Die Bilder die Sie hier an den Wänden sehen können, repräsentieren einige der gefundenen Malereien in dieser Höhle.
Die ersten Malereien wurden im April 1990 ganz zufällig von Pierre Guilloré entdeckt.
Mehr als 170 wurden seit dem gefunden.
Die Höhle ist in zwei Galerien aufgeteilt, eine höher gelegene „fossile Galerie“ mit Malereien und eine niedrigere gelegene, die sogenannte „lebende Galerie“ mit zwei Seen.

 

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Der Saal der Jungfrau

Hier können Sie einen riesigen Säulentropfstein oder Stalagmit sehen.
Viele der Namen die den Gebilden gegeben wurden, entspringen der Fantasie der Menschen.
In diesem Fall kann man sich die Mutter Maria mit ihrem Kind vorstellen, deswegen der Name „der Saal der Jungfrau“.

Sie können hier mehrere verschiedene Arten von Tropfstein finden.
Sie entstehen in dem Regenwasser durch den Kalkkarst eindringt. Das Wasser nimmt dabei Kalzium auf und dieses bildet beim Verdunstungsprozess in der Höhl kleine Kalziumablagerungen.
Schritt für Schritt kann dieses Sediment verschiedenste Formen annehmen.
Der Graf von Georges-Louis Leclerc Buffon, ein berühmter Naturforscher, der die Höhle im Jahr 1740 besuchte, nannte diese Formen Congelation oder Eiszapfen.
Damals glaubte man, sie seien aus Alabaster.

Die Formationen, die von der Decke in Richtung Boden wachsen, heissen Stalaktiten und sind nicht zu verwechseln mit Stalagmiten, die im Gegenteil dazu, vom Boden in Richtung der Decke wachsen.
Draperie sind Gebilde, die sich wie kleine Vorhänge an den Seitenwänden bilden und Soda-strohhalme sind sehr dünne, aber lange Stalaktiten. Das Wasser fliesst an der Innenseite eines Soda-Stohhalms herunter und hinterlässt die Kalziumablagerung. Konische Stalaktiten oder Eiszapfen bilden sich wenn das Loch in der Mitte eines Trinkhalms verstopft wird und Wasser nach aussen fließt, wodurch sie dicker werden.

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Jakobsmuschel

In einem Durchgang können Sie ein grosses Gebilde ohne Sockel erkennen, auf deren Unterseite können Sie einen Abdruck versteinerter Sedimente sehen, die der zurückweichende Fluss hinterlassen hat.
Es wird Jakobshut oder Jakobsmuschel genannt.
Dies ist eine Erinnerung daran, dass Arcy-sur-Cure und Vézelay auf dem berühmten Jakobsweg nach Compostella liegen.

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Der Tanzsaal

Dies ist der grösste Raum der Höhle.
Er ist 12 Meter hoch und 30 Meter lang.
Er ist berühmt für seine fabelhafte Akustik.
Im letzten Jahrhundert wurden hier zahlreiche Tanzveranstaltungen abgehalten, deswegen der Name Tanzsaal.

Die Decke ist nicht aus Beton sondern aus Lehm. Weil Lehm wasserdicht ist, gibt es hier keine Stalagtiten.

Hier können Sie auch die älteste Säule der Grossen Höhle sehen, den Kalvarienberg.
Er ist das Symbol von Arcy sur Cure, das wir auf den alten Plakaten der Höhle sehen können.
An der Seite sehen Sie ein weiteres Gebilde, die Kirchenorgel.

Außerdem werden Sie in diesem Raum eine große Menge Guano bemerken, was darauf hinweist, dass dieser Raum früher ein großer Fledermaus-Rückzugsort war.
Durch die Besucher gestört, verließen sie ihn schließlich und man weiß, dass sie sich nun in einer anderen Höhle namens „die Höhle der Feen“ befinden.
Diese Höhle ist von einem Eisentor geschützt und beherbergt eine Kolonie von mindestens 300 Fledermäusen.

 

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Der Erdrutsch Raum

Die riesigen Steinblöcke, die Sie hier sehen, sind vor sehr langer Zeit von der Decke gestürzt und geben nun einen Eindruck von Chaos.

Die große Höhle wird seit 1624 besichtigt, Strom wurde jedoch erst 1928 in der Höhle verlegt.
Da die Besuche davor mit Kerzen und Fackeln stattfanden, waren die Wände stark vom Rauch verschmutzt.
Von 1976 bis 1989 wurde die gesamte Höhle mit Hochdruck-Reinigern und ätzender Mittel gereinigt.
Leider wurden dadurch auch in etwa 80 %, der damals noch nicht entdeckten, Wandmalereien zerstört.

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Die Wellen

Sie befinden sich nun im Raum der Wandmalereien, wo mehr als 60 Abbildungen zu sehen sind.
Das Licht wird am Ende des Raumes, zu Konservierungsgründen für die Malereien gedimmt.

Die Gemälde werden auf 28000 Jahre geschätzt.
Sie sind die zweitältesten nach der Chauvet-Höhle im Süden Frankreichs und älter als Lascaux, zudem sind beide Höhlen nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

In Arcy wurden drei verschiedene Pigmentfarben verwendet:
Rot aus gebranntem Ocker, Schwarz aus Kohle und Grau aus Magnesium.
Dargestellt sind gefährliche Tiere, hauptsächlich Mammuts und große Riesen.

Die meisten Gemälde waren unter einer Schicht aus weißem Kalzit verborgen. Um sie sichtbar zu machen, wurde eine neue Methode angewendet, bei der der undurchsichtige Kalzit langsam mechanisch mit einer Art von Bohrer, ähnlich eines Zahnarztbohrers, entfernt wurde.

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Die Halle des Sees


Der letzte See den Sie hier sehen, ist nicht sehr tief.
Archäologische Ausgrabungen haben zahlreiche gallorömische Überreste wie Münzen und Töpferwaren freigelegt.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass diese Überreste eine Opfergabe an eine Gottheit sein könnten, die mit dem Element Wasser in Verbindung steht.
Die Spiegelung des Wassers auf den zerklüfteten Seitenwänden erweckt den Eindruck überraschender Landschaften mit einsamen Bergen unter dem Wasser.
Lassen Sie ihrer Fantasie freien Lauf um auch andere fabelhafte Landschaften zu entdecken.

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Ende der Tour

Vielen Dank für Ihren Besuch.
Denken Sie an Ihren Guide, falls Ihnen die Führung gefallen hat.
Falls sie mit einer Erinnerung an Ihren Besuch bei uns abreisen möchten, der Souvenirladen hat geöffnet.
Auf Wiedersehen.